Wissens Management statt Kopfmonopol: Flüchtiges Know-how effektiv festigen

25. Oktober 2024
Darstellung einer strukturierten Verfahrensanweisung als zentralem Element im Qualitätsmanagement zur Sicherstellung einheitlicher Prozesse.

Wissensträger sollten nicht alles tragen, aber viel teilen

Ob stärkstes oder schwächstes Glied: Eine Wertschöpfungskette wird mit ungleichmäßiger Gewichtung zunehmend fragil. Am Beispiel einer Fachkraft, die bereits seit Jahrzehnten im Betrieb ist und ein sogenanntes Kopfmonopol bildet, wird deutlich, dass gesamte Prozesse und Abläufe von einer einzelnen Person abhängig sein können – aber definitiv nicht sollten!

Kopfmonopol bedeutet, dass das entscheidende Unternehmenswissen zwar vorhanden ist, aber eben nur in den Köpfen einzelner Spezialisten oder Führungskräfte. Wie jeder Mensch im Unternehmen kann auch eine solche Schlüsselperson plötzlich und unerwartet wegfallen – vorübergehend durch Krankheit oder Elternzeit, aber auch endgültig durch Wechsel in ein anderes Unternehmen oder Renteneintritt.

Angesichts eines generell steigenden Alters- und Krankheitsrisikos sowie der zunehmenden Herausforderungen, kompetente Neuzugänge zu gewinnen, fällt ein ganz neues Licht auf die Wissenssicherung. Insbesondere langjährige, treue Mitarbeiter sind wahre Informationsspeicher, die ihre Expertise und Routinen im Unternehmen tradieren sollten, solange es noch möglich ist. Ebendiesen Aspekt nahmen auch die tepcon Entwickler ins Visier. Der tepcon instructor ist ein Tool für digitale Anleitungen, das auf dem entscheidenden Fachwissen im Unternehmen aufbaut und für alle Beteiligten stets zugänglich ist.

Wissens-Wert: Differenzierung und Identifikation relevanter Informationen

Entscheidend ist vor allem, dass das Wissen über Prozesse und Abläufe wie auch über Equipment, dessen Wartung und Reparatur, zentral für alle Beteiligten zugänglich gemacht wird. Dies gilt vor allem für etwaige Erfahrungswerte und individuelle Vorgänge, die keiner Betriebsanleitung oder einem standardisierten Leitfaden entnommen werden können.

Hier gilt es, zwischen explizitem und implizitem Wissen zu unterscheiden. Das implizite Know-how, das ausschließlich einzelne Akteure in sich tragen, muss erfasst und zu explizitem Wissen verwandelt werden, das für alle frei zugänglich und verständlich ist. Ein gut organisiertes Wissensmanagement bildet hierfür ein stabiles Gerüst. Es identifiziert, sammelt, sichert und verteilt den relevanten Wissensschatz. Der tepcon instructor löst diese Anforderung bspw. durch ein agiles und flexibles System mit zentralem Speicher, das klare Prozessschritte deutlich nachvollziehbar wiedergibt.

Know-how teilen, Wissen zugänglich machen, Vorgänge dokumentieren

All das, was aus Praxiserfahrung, Weiterentwicklungen, Schulungen und Fortbildungen in einzelnen Köpfen zusammengetragen wurde, bündelt sich in einem zentralen Wissenspool. Auch Fehler und entsprechende Problemlösungen der Vergangenheit sowie Informationen zu Kunden, Lieferanten oder der geschulte Blick auf den Markt können relevant sein und in diesen Pool einfließen.

Das Wissen trägt der Mensch mit sich, also liegt in ihm auch der erste Ansatzpunkt. Seine Fertigkeiten, Erfahrungen und Kenntnisse sind unersetzlich und unbezahlbar, aber mit aktivem Wissensmanagement auch übertragbar.

Mitarbeiter prüft eine Verfahrensanweisung, die verbindliche Abläufe und Qualitätsstandards im Unternehmen festlegt.