One Point Lessons

17. Februar 2026
Darstellung einer strukturierten Verfahrensanweisung als zentralem Element im Qualitätsmanagement zur Sicherstellung einheitlicher Prozesse.

Das Konzept One Point im Lean Management

Der Ursprung von One Point Lessons liegt im Lean Management. Die Methode „One Point“ entstand aus dem Gedanken, Arbeitsabläufe zu vereinfachen und auf das Wesentliche zu reduzieren. Eine OPL soll keine umfassende Schulung ersetzen, sondern eine prägnante Kurzschulung sein, die sich leicht in den Arbeitsalltag integrieren lässt.

Besonders in der Fertigung und in Werkstätten hat sich dieses Konzept bewährt. Statt umfangreicher Anleitungen nutzen Mitarbeiter kurze Lektionen, die den Lernprozess erleichtern.

Die Vorteile des Lernens mit One Point Lessons

Klarheit: Eine OPL konzentriert sich auf das Wesentliche und reduziert komplexe Verfahren auf wenige verständliche Schritte.

Effizienz: Durch die kurze Dauer einer Lektion wird Wissen ohne lange Unterbrechungen in den Arbeitsablauf integriert.

Fehlervermeidung: Typische Fehler werden dargestellt und erklärt – so lassen sie sich nachhaltig verhindern.

Sicherheit: Regeln werden in klarer Form vermittelt, wodurch die Arbeit an Maschinen oder Anlagen sicherer wird.

Qualität: Weniger Fehler und klarere Prozesse verbessern die Produktivität und die Endqualität der Produkte.

Kommunikation: Teams sprechen anhand derselben Vorlage über die gleichen Arbeitsschritte.

Für Unternehmen, die Informationen über OPLs vermitteln, entsteht daraus eine deutliche Verbesserung von Produktivität und Wissenstransfer – und das mit minimalem Aufwand.

Eine Erfolgsgeschichte aus Japan

Die ersten One Point Lessons wurden in den 1960er-Jahren in Japan eingeführt – im Rahmen des Total Productive Maintenance (TPM). Das Ziel: Mitarbeiter sollten besser in den Verbesserungsprozess eingebunden werden.

Anfangs wurden OPLs auf Papier erstellt und direkt an der Maschine, in der Werkstatt oder an der Anlage angebracht. Jeder Arbeitnehmer konnte die Lektion auf einen Blick erfassen. Eine einfache Darstellung mit Abbildungen machte komplexe Informationen zugänglich, ohne dass lange Schulungen nötig waren.

Mit der Zeit entwickelte sich diese Methode zu einem der wichtigsten Werkzeuge im Lean Management. Heute nutzen Unternehmen in der ganzen Welt One Point Lektionen, um Arbeitsabläufe zu standardisieren, Sicherheit zu gewährleisten und Qualität nachhaltig zu sichern.

Ziele einer OPL

Das zentrale Ziel einer OPL ist die schnelle Vermittlung von Wissen. Dabei geht es um:

die Durchführung von Aufgaben ohne Fehler,

die Erhöhung der Sicherheit,

die Verbesserung von Qualität und Effizienz,

die Einführung neuer Regeln oder Verfahren,

und die Möglichkeit, aus Fehlern zu lernen und sie dauerhaft zu vermeiden.

Eine OPL ist also nicht nur ein Dokument, sondern ein praktischer Leitfaden für die tägliche Arbeit.

Woraus bestehen One Point Lektionen?

Eine One Point Lesson folgt einem klaren Aufbau:

Thema: Das konkrete Problem oder die Aufgabe, die erklärt wird.

Darstellung: Eine Kombination aus Text, Abbildungen oder Symbolen.

Schritte: Einfache, nummerierte Anweisungen, die die Durchführung erleichtern.

Wichtigste Regel: Der zentrale Punkt, den der Mitarbeiter unbedingt beachten muss.

Die Einfachheit ist entscheidend: Jeder Mitarbeiter muss die Lektion verstehen – unabhängig von Erfahrung oder Ausbildung.

Digitale Arbeitsanweisungen und OPL

Früher wurden OPLs oft in Papierform erstellt und an Maschinen oder im Arbeitsbereich aufgehängt. Heute eröffnet der “instructor” von tepcon ganz neue Möglichkeiten, da sich Arbeitsanweisungen digital erstellen, verwalten und direkt bereitstellen lassen. Jede Version ist sofort im gesamten Unternehmen verfügbar, was eine hohe Aktualität garantiert. Durch die Nutzung von Vorlagen können One Point Lessons flexibel angepasst und für unterschiedliche Bereiche eingesetzt werden. Zudem lassen sich Abbildungen, Videos oder animierte Schritte einfügen, wodurch Verfahren noch anschaulicher vermittelt werden.

Mitarbeiter prüft eine Verfahrensanweisung, die verbindliche Abläufe und Qualitätsstandards im Unternehmen festlegt.