Verfahrensan­weisungen: Schritt für Schritt zu klar definierten Prozessen

26. Februar 2025
Darstellung einer strukturierten Verfahrensanweisung als zentralem Element im Qualitätsmanagement zur Sicherstellung einheitlicher Prozesse.

Wie definiert und differenziert sich die Verfahrensanweisung?

Verfahrensanweisungen sind verbindliche Dokumente, die Abläufe und Prozesse im Unternehmen detailliert und präzise festlegen. Qualitätsziele, definierte Ergebnisse sowie die Einbeziehung etwaiger relevanter Normen geben vor, welche genauen Schritte in der Praxis durchzuführen sind.

Die Verfahrensanweisung wird oft gleichwertig oder synonym zu anderen Prozessdokumentationsverfahren wie Standard Operating Procedure (SOP), Arbeits- oder Prozessanweisung betrachtet. Hier gilt es jedoch, zwischen den Begriffen zu differenzieren.

SOPs sind Verfahrensanweisungen zwar ähnlich, gehen aber meist noch detaillierter und konzentrierter auf spezifische Arbeitsabläufe innerhalb größerer Prozesse ein. Demgegenüber fokussieren sich Arbeitsanweisungen auf spezifische Tätigkeiten einzelner Teams und Mitarbeitenden. Prozessanweisungen haben hingegen einen eher dokumentativen Charakter und beziehen sich weniger auf Abläufe.

Verfahrensanweisungen im QM-Kontext

Qualitätsmanagement und Verfahrensanweisungen gehen Hand in Hand. Bestimmte Normen wie z. B. ISO 9001, ISO 45001 und ISO 13485 geben eine Liste notwendiger Verfahrensanweisungen vor. Während in stark regulierten Branchen wie Pharmazie, Chemie oder Gesundheitswesen meist verpflichtende Vorgaben herrschen, können die strukturierten Prozessleitfäden auf nahezu allen Gebieten ihren Nutzen wirksam entfalten.

Mitarbeiter prüft eine Verfahrensanweisung, die verbindliche Abläufe und Qualitätsstandards im Unternehmen festlegt.