Prozesssicherheit

8. Mai 2025

Definition Prozesssicherheit

Unter Prozesssicherheit verstehen wir die Fähigkeit, industrielle Prozesse so zu gestalten und zu betreiben, dass sie kontrolliert, reproduzierbar und frei von ungewollten Abweichungen ablaufen. Dabei geht es um die sichere Prozessführung – unabhängig von der Art des Produktes oder der Ausprägung der Produktionsumgebung.

Prozesssicherheit bedeutet, dass alle wesentlichen Einstellungen, Schritte und Maßnahmen klar definiert, dokumentiert und für Menschen nachvollziehbar sind – auch im Fall eines Fehlers.

Digitale Werkzeuge und Werkerassistenzsysteme unterstützen Mitarbeitende bei der Erhöhung der Prozesssicherheit

Vorteile hoher Prozesssicherheit

Eine hohe Prozesssicherheit bringt eine ganze Reihe an Vorteilen mit sich: Sie minimiert Risiken, reduziert Fehlerquellen und sorgt für gleichbleibend hohe Qualität.

Darüber hinaus schützt sie Menschen und Maschinen, optimiert die Nutzung von Ressourcen und senkt langfristig die Kosten. Prozesse werden effizienter, transparenter und nachvollziehbarer – ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

Nicht zuletzt erfüllt eine prozesssichere Fertigung auch regulatorische Vorgaben und Umweltauflagen.

Unterschied Arbeitssicherheit und Prozesssicherheit

Obwohl sie unterschiedliche Ziele verfolgen, werden Arbeitssicherheit und Prozesssicherheit im Unternehmen gern verwechselt.

Arbeitssicherheit schützt Menschen vor Unfällen und gesundheitlichen Schäden – zum Beispiel durch organisatorische Maßnahmen oder Schutzkleidung.

Prozesssicherheit hingegen bezieht sich auf technische Verfahren und Abläufe, um die fehlerfreie Herstellung eines Produktes zu gewährleisten.

In beiden Fällen geht es um Sicherheit, doch die Perspektive ist eine andere: Die Arbeitssicherheit dient dem Schutz des Mitarbeiters, die Prozesssicherheit der Qualität und Zuverlässigkeit des Produktes.

Beide Sicherheitsmaßnahmen sind entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens und müssen je nach Art des Verfahrens individuell angepasst werden.