Wartungsplan für Industrie und Maschinenbau

19. Februar 2025

Vorbeugende Instandhaltung: die Taktik für ein langes und kosteneffizientes Maschinenleben

Vorsicht ist besser als Nachsicht, sagt ein altes Sprichwort. Beim Thema Instandhaltung bewahrheitet es sich: Eine durchdachte Instandhaltungsstrategie, die Störungen Ihrer Anlagen oder gar einen kompletten Ausfall verhindert, erhöht die Lebensdauer betrieblicher Assets und spart langfristig Kosten.

Mögliche Maßnahmen gibt es viele, die vorbeugende Instandhaltung ist eine Methode des Instandhaltungsmanagements, die gerade im digitalen Zeitalter unkompliziert geworden ist. Vorausgesetzt, Sie arbeiten mit passenden Tools, die Ihren Betrieb vor Störungen und Ausfällen schützen.

Wie das geht, was vorbeugende Instandhaltung genau meint, und wie wir Sie dabei unterstützen können: Das erfahren Sie hier.

Mitarbeitender führt vorbeugende Instandhaltung an Maschinen durch zur Vermeidung von Ausfällen

Vorbeugende Instandhaltung: Definition

Vorbeugende Instandhaltung ist eine strategische Maßnahme, bei der Unternehmen ihre Maschinen und Anlagen regelmäßig warten, um ungeplante Ausfallzeiten zu vermeiden. Diese Form der Wartung basiert auf einer systematischen Planung und umfasst gezielte Instandhaltungsmaßnahmen, die den Zustand der Anlagen kontinuierlich überwachen und optimieren.

Man wartet also nicht, bis ein Problem die Produktion aufhält oder zu Ausfallzeiten führt, sondern versucht, mit vorbeugenden Maßnahmen Probleme, die etwa durch Verschleiß entstehen könnten, vorab zu verhindern.

Das Ziel der vorbeugenden Instandhaltung besteht darin, Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben, bevor beispielsweise defekte Geräte die Betriebszeit und Produktivität beeinträchtigen.

Unternehmen setzen dabei verschiedene Strategien ein, um den Arbeitsaufwand für Wartung und Reparaturen zu minimieren. Dazu gehören unter anderem regelmäßige Inspektionen und ein strukturierter Wartungsplan.

Ob und welche Maßnahmen sich lohnen im Vergleich zur Reparatur im Ernstfall, kann von Betrieb zu Betrieb recht unterschiedlich aussehen. Darum sind Instandhaltungsprozesse in den unterschiedlichen Bereichen eine individuelle Angelegenheit.

Wartung und Instandhaltungsarbeiten in Zeiten der Digitalisierung

Durch die Digitalisierung lassen sich vorbeugende Instandhaltungsmaßnahmen noch effizienter gestalten. Egal, in welchem Betrieb wir auf die Instandhaltung schauen: Die Zeit von Laufzetteln, händisch ausgefüllten Checklisten und Prüfberichten zur Inspektion ist definitiv vorbei.

Digitale Tools analysieren große Mengen an Betriebsdaten und ermöglichen eine vorausschauende Planung von Wartungsarbeiten. So können Unternehmen ihre Instandhaltungsstrategien optimieren und die Lebensdauer ihrer Maschinen verlängern. Im Vergleich zur „analogen Instandhaltung“ ist die digitalisierte Version beim Arbeitsaufwand deutlich überlegen.

Die Umsetzung vorbeugender Maßnahmen erfordert eine enge Abstimmung zwischen den verschiedenen Bereichen der Produktion und Instandhaltung. Eine gut durchdachte Planung reduziert nicht nur Ausfallzeiten, sondern trägt auch zur Kosteneffizienz bei.

Letztendlich steigert die vorbeugende Instandhaltung die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit von Maschinen und Anlagen. Unternehmen, die auf diese Strategien setzen, sichern sich Wettbewerbsvorteile und gewährleisten eine dauerhafte Anlagenverfügbarkeit, trotz überschaubarer Kosten für die Überwachung und daraus folgenden Prozesse.

Arten der Instandhaltung

Instandhaltungsstrategien können, je nach Branche und Unternehmen, recht unterschiedlich ausfallen. Effizient und kostenoptimiert sollen sie aber alle sein.

Werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Arten der Instandhaltung, die für die Erhöhung der Verfügbarkeit Ihrer Assets denkbar wären.

Bekannt sind als gängige Unterscheidung in der Wartung die folgenden Möglichkeiten:

Die reaktive Wartung, englisch „run to failure“, setzt das Reparaturteam in Gang, sobald Geräte oder Maschinen zum Stillstand kommen. Man reagiert also erst dann, wenn der Verschleiß oder die Panne zwingend eine Reaktion erfordern. Mitunter ist auch von korrigierender Instandhaltung zu lesen. Das ist, je nach Produktionsanlage, mitunter kostensparend, kann aber auch richtig teuer werden.

Die vorbeugende Instandhaltung, auch als preventive maintenance oder kurz PM bekannt, ist da schon aktiver: Man wartet nicht, bis Probleme auftreten, sondern sorgt mittels regelmäßiger Inspektion, etwa nach einem vorgegebenen Wartungsplan, dafür, dass erwartbare Ausfälle von vornherein vermieden werden.

Vorausschauende Instandhaltung bedeutet, aufgrund von gesammelten Daten und Informationen Vorhersagen dafür zu treffen, wann und wo ein Ausfall auftreten wird. Präzise an dieser Stelle können vorab Maßnahmen den vorhergesagten Anlagenausfall verhindern.

Die beiden Instandhaltungsstrategien – die vorausschauende und die vorbeugende Instandhaltung – haben Gemeinsamkeiten, bergen aber unterschiedliche Vorteile. Sowohl die eine als auch die andere beschreibt ein proaktives Vorgehen: Unternehmen versuchen, Probleme zu beheben, bevor sie überhaupt entstehen. Das ist meist mit geringeren Kosten und weniger Personalaufwand zu bewältigen als den einmal eingetretenen Produktionsstopp schnellstmöglich wieder zu beheben.