Instandhaltungsstrategien

Die besten Instandhaltungsstrategien

Maschinenausfälle, Stillstand, gar Unfälle sind das Horrorszenario in jedem Betrieb. Instandhaltungsstrategien für Anlagen und Maschinen helfen, Ausfälle zu vermeiden und die Produktion möglichst effizient zu gestalten.

In der Industrie 4.0 mit ihren technisch permanent weiterentwickelten komplexen Abläufen sind Instandhaltungsstrategien ein gewichtiges, ja sogar unverzichtbares Thema. Wer potenzielle Probleme frühzeitig erkennt, verhindert Ausfallzeiten und hält Qualität und Geschwindigkeit in der Produktion konstant.

Damit der Zustand von Geräten und Maschinen jederzeit beste Voraussetzungen für die Produktion schafft, gibt es eine ganze Reihe von Faktoren zu beachten. Dementsprechend sind Instandhaltungsstrategien inzwischen in unterschiedlichster Form, mit viel oder wenig Aufwand und für sehr unterschiedliche Budgets machbar. 

Mit digitalen Hilfsmitteln und einer geplanten, strukturierten Vorgehensweise lässt sich die kosteneffiziente und erfolgreiche Instandhaltung aber umsetzen.

Wir informieren über die Kernaspekte beim Thema Instandhaltung: Schauen wir auf verschiedene Instandhaltungsstrategien und was sie auszeichnet, was es bei der Wahl der richtigen Strategie zu bedenken gilt und welche Ansätze wie funktionieren.

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Warum Instandhaltung nicht nur Kosten spart, sondern auch die Leistung von Industrien bestimmt

Reibungslose Abläufe sind Grundvoraussetzung dafür, dass eine Produktion ertragreich wirtschaftet. Insofern sind Instandhaltungsmaßnahmen, egal in welcher Form sie gepflegt werden, selbstverständlicher Bestandteil jeder Unternehmensstrategie.

Treten Ausfälle auf, erhöht das die Kosten, etwa für Wartungsausgaben, und verringert die allgemeine Produktivität. Nicht zuletzt erhöhen regelmäßige Wartung und Pflege auch die Lebensdauer von Maschinen und Anlagen. So betrachtet, sind Instandhaltungsmaßnahmen eine Investition in die Werterhaltung Ihres Unternehmens.

Gut gewartete Maschinen arbeiten effizienter, senken den Energieverbrauch und verbessern die Betriebssicherheit – ein entscheidender Wettbewerbsfaktor in der Industrie.

Instandhaltung schafft Mehrwert

Geringe Ausfallzeiten, eine zuverlässige Produktqualität, effiziente Abläufe: All das lässt sich mit einer sorgfältig eingehaltenen Instandhaltungsstrategie umsetzen.

Im Zuge der Instandhaltung zeigt die fortdauernde Analyse zudem nicht selten Verbesserungspotenziale auf: Modernisierungen und Anpassungen von Maschinen und Anlagen werden dadurch erleichtert. Das erhöht langfristig betrachtet die eigene Wettbewerbsfähigkeit, denn wer flexibel auf Änderungen am Markt reagieren kann, ist bestens vorbereitet auf Anforderungen und Wünsche von Kunden – auch dann, wenn diese Anforderungen sich immer wieder verändern.

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Verschiedene Strategien der Instandhaltung vorgestellt

Der Reifegrad in der Instandhaltung beschreibt den Entwicklungsstand eines Unternehmens in Bezug auf seine Wartungs- und Instandhaltungspraktiken. Unternehmen mit einem niedrigen Reifegrad setzen häufig auf eine reaktive Instandhaltung, während fortgeschrittene Unternehmen moderne Strategien wie predictive maintenance nutzen. Der Reifegrad hängt von Faktoren wie Technologieeinsatz, Datenanalysefähigkeiten und organisatorischer Struktur ab. Je höher der Reifegrad, desto effizienter und vorausschauender sind die Instandhaltungsmaßnahmen.

Reaktive Instandhaltung

Die reaktive Instandhaltung, auch korrektive Instandhaltung genannt, basiert auf einem einfachen Prinzip: Maschinen und Anlagen werden erst dann repariert, wenn sie ausgefallen sind. Diese Strategie hat den Vorteil, dass keine regelmäßigen Wartungsarbeiten durchgeführt werden müssen, wodurch kurzfristig Kosten gespart werden. Allerdings sind die Nachteile erheblich: Ungeplante Stillstände können zu hohen Produktionsausfällen führen, die Sicherheit gefährden und die Zuverlässigkeit der Anlagen beeinträchtigen. In vielen Industriezweigen wird diese Strategie daher nur in Ausnahmefällen angewendet.

Vorbeugende Instandhaltung

Die vorbeugende Instandhaltung, auch präventive Instandhaltung genannt, zielt darauf ab, Ausfälle durch geplante Wartungsarbeiten zu vermeiden. Dabei werden Maschinen in festgelegten Intervallen gewartet, unabhängig von ihrem tatsächlichen Zustand. Diese Strategie verbessert die Zuverlässigkeit und hilft, größere Schäden zu verhindern. Ein Nachteil ist jedoch, dass Wartungsaktivitäten möglicherweise zu früh oder zu spät durchgeführt werden, was entweder unnötige Kosten verursacht oder das Risiko von unerwarteten Ausfällen erhöht.

Zustandsbasierte Instandhaltung

Die condition based maintenance (CBM) geht über die vorbeugende Instandhaltung hinaus, indem sie den tatsächlichen Zustand der Anlagen analysiert. Durch den Einsatz von Sensoren und modernen Datenanalysen können Unternehmen den idealen Zeitpunkt für Wartungsarbeiten bestimmen. Dies reduziert unnötige Reparaturen und verlängert die Lebensdauer der Maschinen. Ein Nachteil dieser Strategie liegt in den höheren Anfangsinvestitionen für die notwendige Infrastruktur und die Erfassung relevanter Daten.

Vorausschauende Instandhaltung

Die predictive maintenance nutzt fortschrittliche Technologien wie Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, um potenzielle Ausfälle vorherzusagen. Dabei werden Daten aus Sensoren, historischen Wartungsberichten und anderen Quellen analysiert, um optimale Maßnahmen vor einem drohenden Defekt zu ergreifen. Diese Strategie hilft, Ausfallzeiten zu minimieren, steigert die Effizienz und reduziert Kosten. Allerdings erfordert sie ein ausgeklügeltes Instandhaltungsmanagement und erhebliche Investitionen in digitale Systeme.

Hybride Instandhaltung

Viele Unternehmen setzen mittlerweile auf eine hybride Instandhaltungsstrategie, die verschiedene Praktiken kombiniert. Je nach Anlagenart, Produktionsanforderungen und wirtschaftlichen Faktoren werden vorbeugende Instandhaltung, condition based maintenance und predictive maintenance miteinander verbunden. Diese flexible Strategie erlaubt es, Kosten zu optimieren, die Sicherheit zu erhöhen und die Effizienz der Maschinen nachhaltig zu steigern.

Alle Ansätze, ob korrektive Instandhaltung, vorausschauende Instandhaltungsansätze oder eine hybride Strategie: Präzise Arbeitsanweisungen in digitaler Form brauchen Sie für jede Art der Instandhaltung. Wir liefern das passende Tool dazu: Lassen Sie sich im kostenlosen Beratungsgespräch erklären, wie der tepcon „instructor“ Wartungsarbeiten, Inspektionen und die nötige Reparatur unterstützt.

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Total Productive Maintenance (TPM) als moderne Instandhaltungsstrategie

Was ist Total Productive Maintenance (TPM)?

TPM ist eine proaktive und integrative Art der Instandhaltung, bei der alle Mitarbeiter eines Unternehmens, von der Produktion bis zur Führungsebene, in die Wartungsaktivitäten eingebunden werden. Ziel ist es, ungeplante Ausfälle zu vermeiden, die Zuverlässigkeit von Geräten zu erhöhen und die Produktivität zu steigern. Das Managementsystem ist permanent, auf allen Ebenen des Unternehmens auf der Suche nach Bruchstellen, wo Verlust und Verschwendung die Effizienz der Produktion schmälern.

TPM basiert auf acht Säulen:

  • Autonome Wartung – Bediener führen einfache Wartungsaufgaben selbst durch
  • Geplante Wartung – regelmäßige, vorbeugende Maßnahmen zur Minimierung von Störungen
  • Qualitätsmanagement – Fehlervermeidung durch kontinuierliche Verbesserung
  • Gezielte Verbesserung – Analyse und Optimierung von Schwachstellen
  • Frühzeitige Instandhaltung – Integration von Wartungsanforderungen in die Neuentwicklung von Anlagen
  • Training und Weiterbildung – Schulung von Mitarbeitern in Wartungs- und Instandhaltungsstrategien
  • Arbeitssicherheit und Umweltschutz – Reduktion von Risiken für Mitarbeiter und Umwelt
  • Digitalisierung – Nutzung moderner Software-Tools zur Datenanalyse und Prozessoptimierung

Vorteile von TPM

Die Implementierung von TPM bringt zahlreiche Vorteile mit sich:

  • Reduzierte Ausfallzeiten und Wartungskosten durch vorausschauende Instandhaltung.
  • Verlängerte Lebensdauer von Anlagen und Maschinen.
  • Erhöhte Produktivität und Verfügbarkeit durch minimierte Störungen.
  • Früherkennung potenzieller Probleme, um Wartungsausgaben zu optimieren.
  • Bessere Einbindung der Mitarbeiter durch Schulungen und Verantwortung.

Allerdings gibt es auch mögliche Nachteile:

  • Hoher initialer Implementierungsaufwand durch Schulungen und Prozessanpassungen.
  • Widerstand im Unternehmen, da die neue Strategie Veränderungen in der Organisation erfordert.
  • Mögliche Mehrkosten in der Anfangsphase, da erst ein neues System aufgebaut werden muss.
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Die Rolle digitaler Tools in der TPM-Strategie

Die Integration digitaler Tools spielt eine entscheidende Rolle bei der erfolgreichen Umsetzung von TPM. Moderne Softwarelösungen ermöglichen es Unternehmen, potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen, indem sie kontinuierlich Daten zu Maschinenzuständen erfassen und auswerten. Durch die automatisierte Protokollierung von Störungen lassen sich Ursachen analysieren und gezielte Gegenmaßnahmen einleiten.

Die Erstellung von digitalen Arbeitsanweisungen sorgt zudem für standardisierte und effiziente Maßnahmen, die von den Mitarbeitern nachvollzogen werden können.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die vorausschauende Wartung, die auf Echtzeit-Daten basiert und so ungeplante Ausfälle minimiert.

Darüber hinaus erleichtert die Nutzung digitaler Tools die Auswahl geeigneter Ersatzteile und Ressourcen, sodass Unternehmen ihre Instandhaltungskosten reduzieren und ihre Wartungsstrategien optimieren können.

Nicht zuletzt können Sie mit einer TPM-Strategie Teile von Wartungsstrategien an Kunden übertragen, indem Sie beispielsweise Anleitungen zur Selbsthilfe bereitstellen.

Mithilfe von Industrie 4.0-Technologien wird die gesamte Infrastruktur transparenter, effizienter und zuverlässiger, was langfristig zu einer verbesserten Produktivität und Verfügbarkeit der Anlagen und Maschinen führt.

Die richtige Instandhaltungsstrategie finden - wie das geht

Die Auswahl der besten Instandhaltungsstrategien hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Art der Maschinen, deren Zustand sowie die spezifischen Anforderungen des Betriebs.

Ein strukturierter Überblick vorab über schon vorhandene Wartungsstrategien hilft Ihnen, die richtige Entscheidung für Ihren Betrieb zu treffen. Dabei sollten Unternehmen sowohl technische als auch wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen.

Inspektionen und Analysen der vorhandenen Infrastruktur sind der erste Schritt, um den optimalen Instandhaltungsansatz zu bestimmen.

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Herausforderungen in der Instandhaltung

Eine der größten Herausforderungen bei der Instandhaltung ist die Balance zwischen präventiven Maßnahmen und wirtschaftlicher Effizienz. Während beispielsweise vorbeugende Instandhaltung dazu beiträgt, ungeplante Stillstände und Ausfälle zu vermeiden, kann sie auch zu unnötigen Wartungsaktivitäten führen. Zudem erfordert die zustandsbasierte Instandhaltung moderne Technologien und qualifiziertes Personal.

Generell gilt: Unternehmen müssen ihre Strategie kontinuierlich anpassen, um mit den Entwicklungen in der Welt der industriellen Wartung Schritt zu halten.

Der Kostenfaktor in der Instandhaltung

Instandhaltungskosten spielen eine entscheidende Rolle bei der Auswahl der richtigen Strategie.

Während eine reaktive Wartung kurzfristig kostengünstig erscheinen mag, können hohe Reparaturkosten und Produktionsverluste langfristig erhebliche finanzielle Nachteile mit sich bringen.

Präventive Instandhaltung verursacht zwar regelmäßige Kosten, hilft aber, ungeplante Ausfallzeiten zu minimieren.

Zustandsbasierte Instandhaltung und predictive maintenance erfordern Investitionen in Sensoren, Software und Schulungen, können jedoch langfristig die Instandhaltungskosten senken und die Betriebssicherheit erhöhen.

Unternehmen müssen daher eine sorgfältige Analyse durchführen, um den wirtschaftlich sinnvollsten Ansatz zu wählen. Die richtige Strategie stellt sicher, dass alles getan wird, um die Maschinenleistung zu optimieren und gleichzeitig die Kosten im Blick zu behalten.

Nicht zuletzt trägt der Wert von Anlagen und Maschinen, die im Betrieb vorhanden sind, bei der Auswahl geeigneter Instandhaltungsstrategien seinen Teil bei. Auch die Qualifikationen der Mitarbeitenden, die für die Instandhaltung zuständig sind, wird bei der Kalkulation von Kosten und eventuell bestehendem Schulungsaufwand einzubeziehen sein.

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Instandhaltung Ihrer Anlagen mit dem tepcon „instructor“

In aller Regel stellt sich ein gesunder Mix aus verschiedenen Maßnahmen als die beste Strategie heraus: Je nach Zustand Ihrer Anlagen, der zu erwartenden Leistung und Ihrem Fokus, der beispielsweise eher auf Personal- oder auf Kosteneinsparung liegen kann, bieten sich für verschiedene Bereiche im Betrieb unterschiedliche Methoden an.

Überall aber spielen Inspektionen und Daten zur Analyse eine ebenso wichtige Rolle wie präzise Arbeitsanweisungen für die einzelnen Prozesse. Wartungsarbeiten werden mittels digitaler Arbeitsanweisung mit relativ wenig Personal möglich, die Werkerführung ermöglicht zudem die Selbstkontrolle während der Ausführung. Digitalisierte Prozesse helfen, Daten und Ergebnisse von Inspektionen zu sammeln, und auch die Übernahme von Wartung und Instandhaltung durch neue Mitarbeiter gelingt mit der passenden digitalen Arbeitsanweisung deutlich schneller.

Prozesse lassen sich mit unserem Ticketsystem optimieren, das auch für einen KVP Prozess nützlich sein kann.

Wollen Sie wissen, wie der tepcon „instructor“ Sie bei der Instandhaltung Ihrer Maschinen unterstützt? Lassen Sie sich unser Demo zeigen, oder buchen Sie direkt ein Beratungsgespräch.

FAQ

Eine häufige Frage betrifft die Bedeutung von digitalen Tools für die Instandhaltung. Digitale Technologien spielen eine zentrale Rolle bei der Entwicklung moderner Instandhaltungsstrategien. Sensoren, vernetzte Geräte und Software zur Datenanalyse ermöglichen es Unternehmen, den Zustand ihrer Anlagen in Echtzeit zu überwachen. Besonders bei der vorausschauenden Instandhaltung und bei TPM helfen digitale Lösungen, potenzielle Ausfälle frühzeitig zu identifizieren und gezielte Maßnahmen einzuleiten. Dies reduziert unvorhergesehene Reparaturen und verbessert die Zuverlässigkeit der Maschinen.

Viele Unternehmen fragen sich, welche Instandhaltungsstrategie die beste ist. Es gibt keinen universellen Leitfaden, der für alle Betriebe passt. Die Auswahl hängt von Faktoren wie der Art der Anlagen, den betrieblichen Anforderungen und den verfügbaren Ressourcen ab. Während die zustandsbasierte Instandhaltung den Fokus auf die tatsächliche Maschinenleistung legt, ermöglicht die vorausschauende Instandhaltung eine präzisere Planung von Wartungsarbeiten. Ein fundierter Überblick über verschiedene Ansätze hilft Unternehmen, eine nachhaltige Strategie zu entwickeln.

Ein weiteres Thema ist die Reduzierung von Instandhaltungskosten. Die präventive Instandhaltung kann helfen, ungeplante Stillstände zu vermeiden, während digitale Werkzeuge Wartungsarbeiten effizienter gestalten. Der Einsatz von Sensoren und Analysesoftware ermöglicht es, Wartungsaktivitäten optimal zu planen und unnötige Eingriffe zu vermeiden. Dadurch können Unternehmen sowohl Kosten senken als auch die Lebensdauer ihrer Geräte verlängern.

Die Industrie entwickelt sich stetig weiter, und neue digitale Lösungen verbessern kontinuierlich die Möglichkeiten der Instandhaltung. Eine regelmäßige Überprüfung der eigenen Strategie und der Einsatz innovativer Technologien tragen dazu bei, Ausfälle zu vermeiden und den Betrieb effizient zu gestalten. Unternehmen, die frühzeitig auf digitale Werkzeuge setzen, profitieren langfristig von einer verbesserten Anlagenperformance und reduzierten Wartungskosten.

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