Wartungsplan für Industrie und Maschinenbau
Ein strukturierter Wartungsplan ist die Grundlage für eine zuverlässige Wartung von Maschinen und Anlagen. Er definiert die nötigen Wartungsarbeiten, Wartungsintervalle, Verantwortlichkeiten und Termine und sorgt dafür, dass Instandhaltungsmaßnahmen systematisch, nachvollziehbar und rechtssicher durchgeführt werden.
Ungeplante Ausfälle, steigende Kosten und lange Ausfallzeiten gehören zu den größten Risiken in industriellen Produktionsumgebungen.
Gleichzeitig zeigen Studien, dass eine strukturierte Wartungsplanung ungeplante Stillstände um bis zu 32 % reduziert und digitale Tools die Effizienz der Wartungsorganisation um bis zu 25 % steigern können.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, was einen guten Wartungsplan ausmacht, welche Inhalte enthalten sein müssen, wie Sie einen Wartungsplan erstellen und wie Sie mit digitalen Werkzeugen wie unserem tepcon „instructor“ Ihre Wartung nachhaltig verbessern.
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Definition Wartungsplan – was ist das überhaupt?
Ein Wartungsplan ist ein strukturiertes Dokument, das alle regelmäßigen Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen für Maschinen, Anlagen, Geräte und weitere Betriebsmittel festlegt. Er beschreibt, welche Wartungsarbeiten wann, wie oft und von wem durchgeführt werden müssen.
Der Plan dient als Ausgangsbasis für die tägliche Arbeit von Technikern, als Auftrag für konkrete Tätigkeiten und als Checkliste für die Durchführung. Gleichzeitig bildet er den Nachweis für eine gewissenhafte Anlagenwartung gegenüber der Geschäftsleitung, Auditoren oder externen Dienstleistern.
Ein vollständiger Wartungsplan ist damit ein zentrales Instrument der Instandhaltungsplanung.
Wartung und Instandhaltung – wo liegt der Unterschied?
Die beiden Begriffe werden häufig synonym verwendet, bezeichnen jedoch unterschiedliche Teile eines übergeordneten Konzepts.
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Wartung umfasst alle Tätigkeiten zur Verzögerung von Verschleiß, z. B. Reinigen, Schmieren oder Nachstellen.
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Instandhaltung ist der Oberbegriff und beinhaltet zusätzlich Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung.
Ein Wartungsplan konzentriert sich primär auf Wartungsmaßnahmen, ist jedoch immer Teil einer ganzheitlichen Instandhaltungsstrategie.
Wartungsplan und Wartungsprotokoll für Maschinen – was ist was?
Der Wartungsplan legt fest, welche Arbeiten geplant sind.
Das Wartungsprotokoll dokumentiert, welche Arbeiten tatsächlich durchgeführt wurden.
Beide gehören zusammen: Der Plan gibt den Weg vor, das Protokoll liefert die Daten für Optimierungen, Nachweise und zukünftige Entscheidungen.
Welche Arten von Wartungsarbeiten gibt es?
In der Praxis kennt das Instandhaltungsmanagement verschiedene Wartungsmaßnahmen:
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präventive Wartung
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Prädiktive Wartung (datenbasiert)
Diese Einteilung hilft, den Umfang und die Frequenz der Maßnahmen sinnvoll festzulegen.
Warum Ihr Unternehmen einen Wartungsplan braucht
Ohne strukturierten Plan entstehen schnell Probleme: ungeplante Störungen, hohe Ausfallzeiten, unnötige Ersatzteilkosten.
Ein systematischer Wartungsplan sorgt dafür, dass Sicherheitsrichtlinien eingehalten werden, Wartungen rechtzeitig erfolgen und kritische Objekte priorisiert werden, bevor es zu Ausfallzeiten kommt.
Präventive Wartung von Maschinen ist dabei 5–10x günstiger als reaktive Reparaturen nach einem Stillstand.
Vorteile eines strukturierten Wartungsplans
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Reduzierung ungeplanter Ausfälle
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längere Lebensdauer von Maschinen
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geringere Kosten für Reparaturen
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höhere Effizienz im Betrieb
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klare Aufgaben für alle Beteiligten
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Rechtssicherheit nach DIN 31051
Was gehört in einen Wartungsplan?
Ein guter Wartungsplan enthält mindestens:
- Liste aller Maschinen, Anlagen und Geräte im Unternehmen
- Beschreibung der Wartungsaufgaben
- festgelegte Wartungsintervalle
- zuständiger Techniker oder Wartungsplaner für die definierten Aufgaben
- benötigte Ersatzteile und Hilfsmittel
- Verweis auf Herstellerangaben
- Dokumentation im Wartungsprotokoll
Wartungsplan-Vorlage – schneller Einstieg mit Struktur
Eine Vorlage ist ein strukturierter Rahmen für die Wartungsarbeiten. Sie erfasst systematisch Maschinen, Intervalle, Zuständigkeiten und Nachweise.
Viele Unternehmen starten mit Excel-Vorlagen. Diese bieten einen einfachen Einstieg, stoßen jedoch schnell an Grenzen bei Skalierung, Aktualisierung und Transparenz.
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Checkliste: Wartungsplan erstellen
Diese Checkliste hilft bei der Erstellung:
1. Alle Betriebsmittel erfassen
2. Kritische Anlagen priorisieren
3. Wartungsmaßnahmen definieren
4. Intervalle festlegen
5. Verantwortlichkeiten zuweisen
6. Termine planen
7. Dokumentation festlegen
Der Wartungsplan in der Industrie 4.0
In der Industrie 4.0 entstehen riesige Datenmengen aus Sensorik und Steuerungen. Diese ermöglichen eine zustandsbasierte Wartungsplanung.
Digitale Wartungspläne in Verbindung mit Sensordaten senken Kosten, erhöhen die Effizienz und ermöglichen vorhersehbare Wartungszyklen.
Wie der tepcon „instructor“ Ihre Wartungsplanung unterstützt
Der tepcon „instructor“ ist Ihre Software für digitale Handlungsanweisungen. Er ermöglicht:
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zentrale Verwaltung aller Wartungspläne
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schrittweise Anleitungen für Wartungsarbeiten
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digitale Dokumentation in Echtzeit
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schnelle Anpassung bei Änderungen
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Zugriff auf allen Endgeräten
So ersetzen Sie Zettelwirtschaft und komplexe Excel-Dateien durch ein zukunftsfähiges System.
Wir unterstützen Ihre Wartung digital
Mit dem tepcon „instructor“ gehen Sie weit über klassische Wartungsdokumente hinaus und bringen Ihren Wartungsplan auf ein neues Niveau: Statt verstreuter Excel-Dateien, Papierlisten oder unübersichtlicher Wartungsmanuals arbeiten Sie mit einem digitalen System, das Wartungsarbeiten strukturiert, visualisiert und für jedenlle Beteiligten in Echtzeit verfügbar macht.
Der “instructor” ist nicht einfach eine Software – er ist ein ganzheitliches Werkzeug zur Erstellung, Verwaltung und Nutzung digitaler Anleitungen für Maschinen und Anlagen, inklusive aller relevanten Wartungsintervalle, Prüfanweisungen und Checklisten, die für eine moderne Instandhaltung erforderlich sind.
Konkret bedeutet das: Der „instructor“ sagt Ihnen und Ihrem Team nicht nur, wann was wo zu tun ist, sondern deckt auch das WIE ab. Fast alle Systeme haben Checklisten, was zu tun, ist aber der Mitarbeiter wird nicht durch die Wartung geführt und das Ergebnis auch nicht rückverfolgbar protokolliert. Der „instructor“ leitet ganz ohne zusätzlichen Personalaufwand Schritt für Schritt durch die einzelnen Abläufe.
Anders als traditionelle Vorlagen bietet der “instructor” die Möglichkeit, Schritt für Schritt Anleitungen multimedial zu gestalten: Sie können Bilder, Videos, Dokumente und Symbole integrieren und so sicherstellen, dass Ihre Fachkräfte bei jeder Wartungsarbeit genau wissen, was zu tun ist.
Durch diese digitale Visualisierung werden typische Fehlerquellen deutlich reduziert, die Qualität der Prozesse gesteigert und Wissen direkt am Ort des Geschehens vermittelt.
Ein zentrales Merkmal unseres „instructors“ ist die cloudbasierte Verfügbarkeit: Anleitungen sind von jedem Endgerät abrufbar – ob am Tablet in der Produktion, am Smartphone, im Serviceeinsatz oder am Desktop im Büro.
Mit dem integrierten Versions- und Änderungsmanagement werden aktuelle Anpassungen revisionssicher erfasst und auf die verknüpften Anlagen verteilt. So arbeiten Ihre Mitarbeiter stets mit der richtigen Version, was die Transparenz über laufende Wartungsarbeiten und die Nachvollziehbarkeit von Änderungen deutlich erhöht.
Diese datenbasierte Perspektive steigert die Effizienz der Wartungsorganisation, macht Ressourcen besser planbar und senkt die Kosten.
Darüber hinaus unterstützt der “instructor” Sie bei der kontinuierlichen Verbesserung Ihrer Wartungsprozesse: Automatisch protokollierte Arbeitsschritte, integrierte Checklisten und Rückmeldungen aus der Praxis helfen dabei, Prozesse zu optimieren und dokumentieren gleichzeitig, wer welche Schritte durchgeführt hat und mit welchem Ergebnis.
Diese digitale Dokumentation liefert wertvolle historische Daten, die Ihre Instandhaltung planbar, nachvollziehbar und auditfähig machen – eine entscheidende Grundlage für nachhaltige Effizienz und rechtssichere Nachweise im Unternehmen.
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FAQ zum Wartungsplaner
Was steht in einem Wartungsplan?
Ein Wartungsplan enthält alle geplanten Wartungsarbeiten für Maschinen, Anlagen und Geräte inklusive der dazugehörigen Wartungsintervalle, Verantwortlichkeiten und benötigten Hilfsmittel. Er dokumentiert, welche Wartungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen, in welcher Frequenz sie erfolgen und welche Ersatzteile erforderlich sind.
Zusätzlich dient der Wartungsplan als strukturierter Arbeitsauftrag für Techniker und als Checkliste für die Instandhaltung im Unternehmen.
Wer erstellt einen Wartungsplan?
Die Erstellung eines Wartungsplans erfolgt in der Regel durch Wartungsplaner, Instandhaltungsleiter oder erfahrene Techniker, die mit den Maschinen und Anlagen im Unternehmen vertraut sind. Häufig werden dabei Herstellerangaben, bestehende Servicepläne und interne Erfahrungswerte berücksichtigt. In vielen Unternehmen wird der Wartungsplan gemeinsam von Instandhaltung, Produktion und Qualitätsmanagement entwickelt. So wird sichergestellt, dass alle Wartungsarbeiten praxisnah, realistisch und wirtschaftlich geplant sind.
Was gehört alles zu einer Wartung?
Zur Wartung zählen alle Arbeiten, die den funktionsfähigen Zustand von Maschinen und Anlagen erhalten. Dazu gehören Reinigen, Schmieren, Nachstellen, Prüfen sowie der Austausch von Verschleißteilen. Ziel dieser Wartungsmaßnahmen ist es, Störung zu vermeiden, Ausfälle der Maschinen zu reduzieren und die Lebensdauer der Anlagen zu verlängern.
Was gehört alles zur Inspektion?
Inspektionen dienen der systematischen Zustandskontrolle von Maschinen und Anlagen. Dabei werden Sichtprüfungen, Messungen und Funktionsprüfungen durchgeführt, um Verschleiß, Beschädigungen oder Abweichungen frühzeitig zu erkennen. Die Ergebnisse der Inspektionen fließen in den Wartungsplan und das Wartungsprotokoll ein. So lassen sich notwendige Wartungsarbeiten rechtzeitig planen.
Welche 4 Wartungsarten gibt es?
Man differenziert präventive, zustandsorientierte, prädiktive und korrektive Wartung. Präventive Wartung erfolgt in festen Zeitabständen, während die zustandsorientierte Wartung auf dem tatsächlichen Zustand basiert. Prädiktive Wartung nutzt Daten und Sensoren, um Ausfälle vorherzusagen. Korrektive Wartung erfolgt erst nach einer Störung.
Was sind Wartungsmaßnahmen?
Wartungsmaßnahmen sind alle konkreten Arbeiten, die im Wartungsplan festgelegt sind. Dazu zählen beispielsweise Reinigen, Schmieren, Justieren, Kalibrieren oder der Austausch von Teilen. Sie sind fester Bestandteil jeder strukturierten Wartungsplanung.
Wie heißen die vier Maßnahmen der Instandhaltung?
Nach DIN 31051 bestehen die vier Maßnahmen der Instandhaltung aus Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung. Der Wartungsplan bildet vor allem Wartung und Inspektion ab. Instandsetzung und Verbesserung werden ergänzend dokumentiert. Zusammen sichern sie den zuverlässigen Betrieb der Maschinen und Anlagen.
Wie sollte ein Wartungsplan aufgebaut sein?
Ein Wartungsplan sollte übersichtlich und logisch strukturiert sein. Maschinen, Wartungsarbeiten, Zeitabstände, Verantwortlichkeiten und Termine müssen klar erkennbar sein. Zusätzlich sollte eine Wartungsplan-Vorlage verwendet werden, um einheitliche Inhalte sicherzustellen. So behalten Wartungsplaner jederzeit den Überblick.
Sind Wartungsprotokolle Pflicht?
In vielen Bereichen sind Wartungsprotokolle verpflichtend, insbesondere bei sicherheitsrelevanten Maschinen und Anlagen. Sie dienen als Nachweis für ordnungsgemäß durchgeführte Wartungsarbeiten. Auch gegenüber Geschäftsleitung, Versicherungen oder Behörden sind sie wichtig. Das Wartungsprotokoll ergänzt den Wartungsplan.
Worin besteht der Unterschied zwischen Wartungsplanung und -terminierung?
Die Wartungsplanung legt fest, welche Wartungsmaßnahmen notwendig sind. Die Terminierung bestimmt, wann diese Arbeiten durchgeführt werden. Beide zusammen sorgen für Struktur, Überblick und Planbarkeit. Ohne klare Terminierung verliert auch der beste Wartungsplan an Wirkung.
Welche Wartungen sind Pflicht?
Pflichtwartungen ergeben sich aus gesetzlichen Vorschriften, Herstellerangaben und Normen. Besonders sicherheitsrelevante Maschinen und Anlagen müssen regelmäßig gewartet werden. Der Wartungsplan stellt sicher, dass diese Wartungsarbeiten eingehalten werden. So lassen sich Risiken und Haftungsfragen minimieren.
Wie oft muss eine Wartung durchgeführt werden?
Die Häufigkeit richtet sich nach Nutzung, Belastung und Herstellerempfehlung. Viele Wartungsintervalle sind in den Serviceplänen definiert. Der Wartungsplan bündelt diese Informationen zentral. So entsteht eine klare Planung.
Was ist ein Wartungskonzept?
Ein Wartungskonzept beschreibt die übergeordnete Strategie der Instandhaltung im Unternehmen. Es definiert Wartungsarten, Ziele und organisatorische Abläufe. Der Wartungsplan ist innerhalb dieses Konzepts von zentraler Bedeutung. Gemeinsam bilden sie die Grundlage für effiziente Wartung.
Was ist ein Schmierplan?
Ein Schmierplan ist ein spezieller Wartungsplan für alle Schmierstellen. Er enthält Schmierstoff, Intervall und Zuständigkeit für diese Aufgaben. Schmierpläne sind wichtiger Bestandteil der Wartungsplanung. Sie tragen wesentlich zur Verlängerung der Lebensdauer von Produktionsanlagen im Betrieb bei.


