Zustandsabhängige Instandhaltung

12. November 2025

Effiziente Strategien für eine moderne, datengestützte Maintenance

In der industriellen Produktion entscheiden effiziente Instandhaltungsstrategien maßgeblich über Produktivität, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit. Während früher feste Wartungsintervalle den Standard bildeten, setzen moderne Unternehmen zunehmend auf flexible, datenbasierte Verfahren.

Die zustandsabhängige Instandhaltung (Condition Based Maintenance, kurz CBM) ist dabei eines der zentralen Konzepte. Sie nutzt Messwerte, Sensoren und digitale Systeme, um den aktuellen Zustand einer Anlage präzise zu überwachen. Auf dieser Basis werden Wartungsarbeiten nur dann durchgeführt, wenn sie tatsächlich notwendig sind.

Damit unterstützt CBM nicht nur die Reduzierung von Ausfallzeiten, sondern auch eine nachhaltige Verlängerung der Lebensdauer Ihrer Maschinen und Geräte. Im Zusammenspiel mit digitalen Lösungen wie dem „instructor“ von tepcon entsteht so ein intelligentes Instandhaltungsmanagement, das den Betrieb effizienter, transparenter und sicherer macht.

Schauen wir uns dieses Konzept im folgenden Artikel doch einmal etwas genauer an: Was unterscheidet es beispielsweise vom Konzept „Vorausschauende Instandhaltung“, was kann seine Verwendung Ihrem Betrieb und Ihrem Team bringen, und welche Probleme könnten auftauchen?

Industrielle Maschine mit Sensoren für zustandsabhängige Instandhaltung

Definition der zustandsorientierten Instandhaltung

Die zustandsorientierte Instandhaltung CBM ist eine Unterform der vorbeugenden Instandhaltung und zielt darauf ab, Instandhaltungsmaßnahmen exakt dann auszuführen, wenn sie notwendig sind. Der aktuelle Zustand von Maschinen oder Anlagen wird dabei kontinuierlich oder in Intervallen überwacht.

Typische Messgrößen, um etwa Maschinen und Anlagen zu überwachen, sind Temperatur, Vibrationen, Druck, Durchfluss oder Energieverbrauch. Sobald definierte Schwellenwerte überschritten werden, wird eine Wartung veranlasst.

CBM nutzt also Daten, um fundierte Entscheidungen zu treffen – ein klarer Fortschritt gegenüber der zeitbasierten Wartung, bei der unabhängig vom tatsächlichen Verschleiß in festen Intervallen eingegriffen wird.

Das Prinzip: Wenn Sensoren eine Leistungsabnahme oder ungewöhnliche Werte melden, wird ein Eingriff geplant, bevor ein Ausfall eintritt. Damit lassen sich Ausfallzeiten minimieren und die Verfügbarkeit von Produktionsanlagen erhöhen.

CBM steigert die Effizienz und senkt die Kosten im gesamten Betrieb. Ihre Teams können Wartungsaufträge gezielt angehen, sobald der Zustand dies erfordert – und vermeiden so unnötige Stillstände, Ausfallzeiten oder eine Überwartung.

Unterschied zwischen reaktiver und zustandsabhängiger Instandhaltun

Während bei der reaktiven Instandhaltung erst dann gehandelt wird, wenn eine Störung oder ein Ausfall eintritt, agiert die CBM proaktiv.

Reaktiv bedeutet: Eine Maschine fällt aus, und die Reparatur beginnt erst danach. Das führt zu längeren Ausfallzeiten, erhöhtem Wartungsaufwand und potenziellen Folgeschäden.

Zustandsabhängig heißt dagegen: Durch kontinuierliche Überwachung und Analyse von Sensoren und Daten wird der optimale Wartungszeitpunkt erkannt. Eingriffe erfolgen gezielt, bevor Probleme entstehen.
Das Ergebnis: geringere Kosten, planbare Prozesse und höhere Zuverlässigkeit – allerdings bei höherem Aufwand für Sensorik und Datenanalyse.

Bedeutung der zustandsabhängigen Instandhaltung für die produzierende Industrie

Die Digitalisierung verändert die Maintenance grundlegend. Industrieanlagen sind heute komplex, vernetzt und hoch automatisiert – ein Fehler, ein ungeplanter Ausfall kann Millionen kosten.

Hier zeigt sich der Wert der zustandsorientierten Instandhaltung: Sie ermöglicht eine effiziente Nutzung von Ressourcen, verlängert die Lebensdauer kritischer Komponenten und reduziert das Risiko ungeplanter Stillstände.

In Verbindung mit modernen Wartungsstrategien, IoT-Technologien und Softwarelösungen wie dem „instructor“ lässt sich die Zustandsüberwachung nahtlos in bestehende Prozesse integrieren. Dadurch gewinnen Unternehmen eine Echtzeit-Sicht auf ihre Anlagen – ein entscheidender Vorteil im Zeitalter der Industrie 4.0.

Mitarbeiter überwacht Produktionsdaten auf digitalem Dashboard

Digitale Anleitungen als Teil des vernetzten Service-Ökosystems von Transaction-Network

Ein weiterer wichtiger Baustein für effiziente, digitale Instandhaltungsprozesse ist die enge Zusammenarbeit mit unserem Partner Transaction-Network.
Transaction-Network ist ein branchenübergreifendes, industrielles Service-Ökosystem in Echtzeit – herstellerneutral und cloudbasiert. Es vernetzt Betreiber, Maschinenbauer und Materiallieferanten auf einer Plattform und sorgt dafür, dass Maschinenstillstände vermieden werden, indem kritische Situationen früh erkannt und alle relevanten Partner automatisiert eingebunden werden.

In Kombination mit dem „instructor“ von tepcon entsteht so ein starkes Synergiepotenzial: Digitale Arbeits- und Prüfanweisungen werden Teil eines vernetzten Gesamtsystems, das Instandhaltungsmaßnahmen noch schneller, sicherer und transparenter macht.

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