Anlagenverfügbarkeit und Maschinenverfügbarkeit

26. Mai 2026
Definition Anlagenverfügbarkeit und Maschinenverfügbarkeit

Präventive Instandhaltung: Vorsorgen statt Reagieren

Die Implementierung einer präventiven Instandhaltung ist eine der wirksamsten Maßnahmen zur Vermeidung ungeplanter Maschinenausfälle. Wartungsarbeiten werden in definierten Intervallen durchgeführt, die Betriebszeit steigt, Störungen werden seltener.

TPM – Total Productive Maintenance

TPM ist ein ganzheitlicher Ansatz, der den Maschinenbediener in die tägliche Pflege und kleine Reparaturen einbindet. Regelmäßige Sichtprüfungen und einfache Instandhaltungsaufgaben durch das Bedienpersonal verhindern viele Ausfälle, bevor sie entstehen.

Predictive Maintenance: die nächste Stufe der Instandhaltung

Predictive Maintenance nutzt Sensordaten und Algorithmen, um Verschleißzustände und drohende Ausfälle vorherzusagen. Die automatische Erfassung sämtlicher Daten ermöglicht eine präzisere Analyse der Verfügbarkeitsverluste und führt in vielen Fällen zu einer signifikanten Verbesserung der Maschinen- oder Anlagenverfügbarkeit.

SMED – Rüstzeiten systematisch reduzieren

Die SMED-Methode zielt darauf ab, Rüst- und Formatwechselzeiten massiv zu verkürzen. Durch die konsequente Verlagerung von internen auf externe Rüstschritte und Standardisierung der Abläufe lassen sich Rüstzeiten oft um 50 % und mehr reduzieren.

Was ist die Anlagenverfügbarkeit?

Die Anlagenverfügbarkeit gibt an, welcher Anteil der geplanten Betriebszeit einer Anlage tatsächlich produktiv genutzt werden kann. Sie berücksichtigt alle Stillstände und bezieht sich – im Unterschied zur Maschinenverfügbarkeit – auf komplette Systeme oder Produktionslinien.

Was ist der Unterschied zwischen Maschinenverfügbarkeit und OEE?

Die Maschinenverfügbarkeit ist ein Faktor innerhalb der OEE. Während sie nur misst, ob die Maschine lief, bewertet die OEE zusätzlich die Leistungsausnutzung und die Qualität der produzierten Teile – und ist damit eine umfassendere Kennzahl.

Welche OEE-Werte gelten als gut?

Ein OEE-Wert von 80 % oder mehr gilt in der diskreten Fertigung als sehr gut. OEE-Werte unter 40 % weisen auf erhebliche Probleme und zu häufige Anlagenausfälle hin und machen eine systematische Analyse der Verlustquellen notwendig.

Welche Faktoren beeinflussen die Maschinenverfügbarkeit?

Technische Störungen, Rüstzeiten, geplante Wartungszeiten und organisatorische Stillstände. Zusammen machen diese Verluste in vielen Produktionsumgebungen 40 bis 70 % aller Verfügbarkeitsverluste aus.

Wie kann der tepcon instructor die Maschinenverfügbarkeit verbessern?

Der instructor verbessert die Maschinenverfügbarkeit und reduziert Stillstände durch standardisierte Wartungsanleitungen, lückenlose Dokumentation, strukturierte Auftragsplanung, schnelle Störungsmeldung via Ticketsystem und digitale Rüstanleitungen für kürzere Formatwechsel.